Kunstausstellung Dresden, moderne Kunst

ART GALLERY
LEBEN MIT KUNST

"Resort Collection" von Winnie Seifert

Ausstellung von März bis Juni 2016

  • 2007 – 2013 | Bachelorstudentin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • seit 2011 | Gründungsmitglied von EX14 – Raum für zeitgenössische Kunst Dresden

  • seit  2013 | Masterstudentin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

  • seit 2015 | Gründungsmitglied der Galerie Stephanie Kelly Dresden


Winnie Seiferts großformatige Arbeiten laden den Betrachter zu freier Assoziation ein. Die Künstlerin selbst pflegt einen völlig freien Umgang, wenn es darum geht, den Bildraum mit Leben zu füllen. Vorrangig mit freiem, weiten Duktus auf großen Leinwänden erarbeitet, finden sich Formen, die beschwingt einen Ideenraum öffnen, der zugänglich für eigene Erfahrungen und Perspektiven ist. Der Betrachter in seinem Erfahrungsschatz ist vielleicht eine der wichtigsten Quellen, aus denen Winnie Seiferts Bilder ihre große Kraft schöpfen: Dem Betrachter wird die Möglichkeit geschenkt, sich aus seinem eigenen Vorstellungsvermögen heraus auf eine Reise der Phantasie zu begeben. Die Abstraktion der Bildthemen lädt geradezu ein zu diesem befreienden Schritt, nicht nur die Kunst Seiferts, sondern auch sich selbst zu erfahren. Trotz allem verfolgt Sie einen Formalismus, der sich aus ihrer Arbeit heraus entwickelt, fernab von akademischen Regeln und trotzdem Gesetzen und Erfahrungen folgend. Der anspruchsvolle Grad der Abstraktion ist vielleicht am treffendsten mit dem um 1900 von Arno Holz in seiner Schrift „Die Kunst - ihr Wesen und ihre Gesetze“ formulierten Kunstgesetz zum Ausdruck gebracht: Kunst = Natur - X. Trotz der vielfältigen Formen und der sehr freien Kompositionen ist in Winnie Seiferts Arbeiten die Realität spürbar, die Wirklichkeit in ihrer Materialität ist wiedergegeben, in einem Vokabular, das eine große Variable ahnen lässt, die Natur jedoch nicht völlig ignoriert und in der Struktur dankbar wiederspiegelt. Die Differenz wird durch den Erfahrungshorizont des Betrachters minimiert, keinesfalls neutralisiert, man kommt der eigenen Realität verblüffend nahe, wenn man sich einen kleinen Teil kindlichen Charakters und Entdeckungsfreude bewahrt hat. Text: Moritz Stange

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